<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>newears</title>
	<atom:link href="http://newears.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://newears.de</link>
	<description>musiker am puls der zeit</description>
	<lastBuildDate>Sun, 13 May 2012 20:36:29 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>,,Die  Sprache, in der ich gewohnt bin, mich auszudrücken, ist die Musik&#8221;</title>
		<link>http://newears.de/kontext/die-sprache-in-der-ich-gewohnt-bin-mich-auszudrucken-ist-die-musik-843/</link>
		<comments>http://newears.de/kontext/die-sprache-in-der-ich-gewohnt-bin-mich-auszudrucken-ist-die-musik-843/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 13:18:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kontext]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://newears.de/?p=843</guid>
		<description><![CDATA[SH: Bachs Französische  Suiten  auf dem Akkordeon -das klingt ein wenig nach solchen Bearbeitungs-Extravaganzen wie Mussorgskis   ,,Bilder  einer Ausstellung&#8221;  für Gitarre solo.  Gehört Ihre CD auch zu diesen Extravaganzen? AH: Ich denke nicht. Wenn man die Frage stellt: Warum Bach auf dem  Akkordeon?  Dann müsste man auch die Frage stellen: Warum Bach auf einem Steinway,  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SH: Bachs Französische  Suiten  auf dem Akkordeon -das klingt ein wenig nach solchen Bearbeitungs-Extravaganzen wie Mussorgskis   ,,Bilder  einer Ausstellung&#8221;  für Gitarre solo.  Gehört Ihre CD auch zu diesen Extravaganzen?</p>
<p>AH: Ich denke nicht. Wenn man die Frage stellt: Warum Bach auf dem  Akkordeon?  Dann müsste man auch die Frage stellen: Warum Bach auf einem Steinway,  denn das ist genauso eine  Bearbeitung.  Jeder, der heute Bach spielt, bearbeitet ihn im Grunde – und zwar ganz unabhängig vom verwendeten Instrument. Wir sind alle gleich weit weg von dieser Musik. Bach ist historische Musik, es gibt eine große Distanz zu Bach und dem Geist seiner Zeit. Das Einzige, was wir von ihm haben, ist der Notentext – den versuchen wir zu verstehen und mit unserem jeweiligen Medium zum Klingen zu bringen. Und dieses Medium ist in meinem Fall eben das Akkordeon. Da in den Notentext nicht eingegriffen wird, spreche ich übrigens lieber von einer Übertragung als von einer Bearbeitung.</p>
<p>SH: Diese Distanz, von der Sie sprachen, gilt ja für alle historische Musik.</p>
<p>AH: Ja. Warum ich  ausgerechnet Bach spiele? Man könnte es sich einfach machen und argumentieren: Bach schrieb Musik für ,,Claviere&#8221;, also für Tasteninstrumente, und das Akkordeon hat schließlich Tasten. Ich glaube, das Akkordeon ist sehr geeignet, um die Strukturen des Notentextes deutlich zu machen. Durch die beiden Manuale ist der Akkordeonist imstande, polyphone Verläufe wiederzugeben. Das Akkordeon verbindet die Vorteile eines Tasteninstrumentes mit den Eigenschaften eines Streichorchesters; der Klang ist  noch formbar, während er erklingt &#8211; genau wie bei einem Streich- oder auch einem Blasinstrument. Andererseits zwingt das Akkordeon den Interpreten, ganz  neu und ganz anders über den Notentext nachzudenken: Artikulation und Phrasierung zum Beispiel spielen eine existentiellere, direktere Rolle als für einen Pianisten oder Cembalisten.</p>
<p>SH: Halten Sie denn das Akkordeon für die Interpretation Bachscher Musik  für geeigneter als ein Klavier?</p>
<p>AH: Das würde ich ungern vergleichen. Jeder hat seine eigenen Mittel, um sich dieser Musik zu nähern. Man kommt zu unterschiedlichen Ergebnissen, die &#8211; jeweils auf  ihre Weise &#8211; interessante Aspekte dieser Musik beleuchten können.  Welches Instrument der oder die einzelne wählt: das hat sicher eine Menge mit der jeweiligen Biographie zu tun. Aber Bach ist für mich ein wichtiger Komponist, dessen Musik mich immer schon berührt hat. Deshalb hat Bach auch für mich als Interpretin immer schon eine große Rolle gespielt.</p>
<p>SH: Warum sind es ausgerechnet die Französischen Suiten? Und warum sind es von den sechs, die es gibt, gerade diese vier?</p>
<p>AH: Ich bin schon früh mit den Französischen Suiten in Berührung gekommen.  Diese Musik bedeutet mir viel, deshalb war es mein großer Traum, diese Werke  alle spielen zu können und spielen zu dürfen. Als die Musikhochschule Trossingen mir dieses CD-Projekt ermöglichte, lag es für mich daher nahe, die Französischen Suiten aufzunehmen. Und da nicht alle sechs auf eine CD passen, habe ich die vier ausgewählt, die mir am meisten am Herzen liegen.  &#8230;</p>
<p><a title="Interview über die Bach Produktion" href="http://newears.de/wp-content/uploads/2012/05/Interview-über-Bach-CD.pdf">Da ganze Interview als PDF</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://newears.de/kontext/die-sprache-in-der-ich-gewohnt-bin-mich-auszudrucken-ist-die-musik-843/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Johann Sebastian Bach &#8211; Französische Suiten</title>
		<link>http://newears.de/media/johann-sebastian-bach-franzosische-suiten-824/</link>
		<comments>http://newears.de/media/johann-sebastian-bach-franzosische-suiten-824/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 11:22:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://newears.de/?p=824</guid>
		<description><![CDATA[Das Akkordeon ist mit der Orgel entfernt verwandt. Wohl deshalb klingen Bachs Werke für Klavier oder Orgel auf dem Akkordeon ganz ausgezeichnet. Anne-Maria Hölscher ist eine Meisterin ihres Fachs, mehrfache nationale und internationale Preisträgerin, ehemalige Stipendiatin der Kulturstiftung der Deutschen Bank und der Studienstiftung des deutschen Volkes. Als Kammermusikerin und Solistin war sie Gast zahlreicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1528591&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=990000" frameborder="no" scrolling="no" width="100%" height="300"></iframe></p>
<p>Das Akkordeon ist mit der Orgel entfernt verwandt. Wohl deshalb klingen Bachs Werke für Klavier oder Orgel auf dem Akkordeon ganz ausgezeichnet. Anne-Maria Hölscher ist eine Meisterin ihres Fachs, mehrfache nationale und internationale Preisträgerin, ehemalige Stipendiatin der Kulturstiftung der Deutschen Bank und der Studienstiftung des deutschen Volkes. Als Kammermusikerin und Solistin war sie Gast zahlreicher renommierter Festivals.<br />
<a title="Anne-Maria Hölscher, Akkordeon" href="http://newears.de/home/kuenstler/anne-maria-holscher-akkordeon/">Anne-Maria Hölscher, Akkordeon</a></p>
<p>Release/catalogue number: Ogm 281096 (Organum classics)<br />
Release date: Jan 1, 2008</p>
<h2>Booklet</h2>
<p><a title="Booklet zur Bach Französische Suiten mit A.-M. Hölscher" href="http://newears.de/wp-content/uploads/2012/05/Booklet-Bach-Fr-Suiten-Hoelscher.pdf">Auszüge aus dem Booklet als PDF</a><br />
<a title="Interview über die Bach Produktion" href="http://newears.de/wp-content/uploads/2012/05/Interview-über-Bach-CD.pdf">Interview über die Produktion als PDF</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://newears.de/media/johann-sebastian-bach-franzosische-suiten-824/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Charles Koechlin &#8211; The music of a magician</title>
		<link>http://newears.de/media/charles-koechlin-the-music-of-a-magician-820/</link>
		<comments>http://newears.de/media/charles-koechlin-the-music-of-a-magician-820/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 11:08:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://newears.de/?p=820</guid>
		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1953182&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=990000" frameborder="no" scrolling="no" width="100%" height="450"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://newears.de/media/charles-koechlin-the-music-of-a-magician-820/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>La Joueuse de Flûte &#8211; Interview</title>
		<link>http://newears.de/startseite/la-joueuse-de-flute-interview-794/</link>
		<comments>http://newears.de/startseite/la-joueuse-de-flute-interview-794/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 08:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kontext]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://newears.de/?p=794</guid>
		<description><![CDATA[<p><strong>tr:</strong> Der Name Mel Bonis ist mir zunächst in der musikalischen Literatur begegnet und<br />
er fiel mir gleich auf – wegen seiner exotik und auch, weil er geschlechtslos ist. Einige Zeit später erfuhr ich, dass Mel Bonis eine Frau war und das hat mich natürlich interessiert,  <a title="La Joueuse de Flûte – Interview" href="http://newears.de/startseite/la-joueuse-de-flute-interview-794/">...</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Gespräch zwischen Tatjana Ruhland (tr) und Mathieu Kuttler (mk)</p>
<p><em><strong>mk:</strong> Die Flötenwerke von Mel Bonis sind weitgehend unbekannt. Wie sind Sie denn auf</em><br />
<em> diese Musik gestoßen?</em></p>
<p><strong>tr:</strong> Der Name Mel Bonis ist mir zunächst in der musikalischen Literatur begegnet und<br />
er fiel mir gleich auf – wegen seiner exotik und auch, weil er geschlechtslos ist. Einige Zeit später erfuhr ich, dass Mel Bonis eine Frau war und das hat mich natürlich interessiert, denken sie nur an Louise Farrenc und Clémence de Grandval oder Fanny Mendelssohn und Clara Schumann! Sie waren große Musikerinnen und Komponistinnen, lebten aber in einer Zeit, in der Frauen in der Öffentlichkeit keine Rolle spielen durften. Wer also war diese Mel Bonis, die sich hinter einem gesichtslosen Pseudonym verbarg? Was ist ihre Geschichte? Was hat sie für die Musik geleistet und wo sind ihre Werke? Diese Fragen standen am Anfang meiner Beschäftigung mit Mel Bonis.</p>
<p><em><strong> mk:</strong> Sie haben ja bald festgestellt, dass Sie nicht alleine waren …</em></p>
<p><strong>tr:</strong> Ja! Denn in Deutschland und Frankreich haben Pioniere wie Eberhard Mayer und Christine Géliot bereits Bemerkenswertes geleistet. Der Nachlass von Mel Bonis wird schrittweise erschlossen, es gibt eine Mel-Bonis-Gesellschaft, Verlage wie die Edition Kossack wirken als Multiplikatoren und so gelangt diese Musik langsam zurück in das Konzertleben.</p>
<p><em><strong>mk</strong>: Welche Stellung nehmen denn die Flötenwerke innerhalb des Gesamtwerks von</em><em> Mel Bonis ein?</em></p>
<p><strong>tr:</strong> Mel Bonis hat über ihre gesamte Schaffenszeit hinweg für die Flöte komponiert, und dies, obwohl das französische Musikleben zu ihrer Zeit kaum nach Kammermusik verlangte. Antrieb und Rückhalt fand sie dabei immer wieder in der Freundschaft zum berühmten Flötisten Louis Fleury, der mit der Tochter ihrer besten Freundin verheiratet war. Er hat die Musik von Mel Bonis sehr geschätzt und hielt sie in Gesprächen und Briefen mehrfach dazu an, Kammermusik für Flöte zu schreiben.</p>
<p><em><strong>mk:</strong> Und was macht die Flötenmusik von Mel Bonis für Sie so wertvoll, dass Sie ihr</em><em> eine ganze CD widmen?</em></p>
<p><strong>tr:</strong> Fakt ist: Die Verbreitung der Flöte als Soloinstrument zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist auch ein Verdienst der Komponisten aus dem Umfeld des Pariser Conservatoire. Dem Flötenwerk von Mel Bonis gebührt in diesem Zusammenhang eine angemessene Verbreitung und ich freue mich, durch die vorliegenden Aufnahmen und Ersteinspielungen einen kleinen Beitrag leisten zu können. Neben Werken aus der erfolgreichen mittleren Schaffenszeit haben wir mehrere Werke aus der dritten, letzten Schaffensphase (1922–37) von Mel Bonis eingespielt. Das war uns ein besonderes Anliegen, denn sie komponierte in diesen Jahren unbeirrt vom radikalen Wandel des musikalischen Geschmacks und ging ihren Weg als Komponistin, obwohl sie annahm, dass keines ihrer späten Werke jemals aufgeführt würde. Hört man die wunderbaren ,scènes dans la forêt‘ op. 123 (1927/28), das 1927 vollendete ,Septuor-Fantaisie ou Concerto‘ op. 72 oder die ,Suite dans le style ancien‘ op. 172/1 aus dem Jahr 1928, so wird deutlich, dass diese Werke für Kammerensemble viel öfter gespielt werden sollten!</p>
<p><em><strong>mk:</strong> Welche Bedeutung hat denn die „Flötenspielerin“ von Camille Claudel auf dem</em><em> CD-Cover?</em></p>
<p><strong>tr:</strong> Es gibt viele strukturelle und individuelle Gemeinsamkeiten zwischen Mel Bonis und Camille Claudel: Sie gehörten der gleichen Generation an, wurden beide im Geiste des strengen Katholizismus des französischen Kleinbürgertums erzogen und man ließ sie nicht die Liebe leben, die sie hätten leben wollen. Dennoch konnten sich beide als Künstlerin in einer männlich dominierten Welt behaupten. Übrigens hat Camille Claudel ihre Joueuse de Flûte‘ (Die Flötenspielerin) Claude Debussy geschickt, der einst am Conservatoire mit Mel Bonis studiert hatte. Beide Künstlerinnen hatten also verwandte Lebenswelten und so konnte ich mir keine passendere illustration für die Flötenmusik von Mel Bonis vorstellen als die Flötenspielerin‘ von Camille Claudel.</p>
<p>Mathieu Kuttler<br />
Diese CD ist luisa Badenberg gewidmet.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://newears.de/startseite/la-joueuse-de-flute-interview-794/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mel Bonis &#8211; La Joueuse de flûte</title>
		<link>http://newears.de/media/mel-bonis-la-jourese-de-flute-782/</link>
		<comments>http://newears.de/media/mel-bonis-la-jourese-de-flute-782/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 07:28:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://newears.de/?p=782</guid>
		<description><![CDATA[Mel Bonis (1858–1937) – Kammermusik mit Flöte seit seiner Gründung im Jahre 1795 ist das Pariser Conservatoire de Musique der Ort, an dem Frankreich seine größten musikalischen Talente ausbildet. so war es auch in den späten 1870er Jahren, als Ernest Guiraud nicht nur Claude Debussy, Gabriel Pierné und Vincent d’indy zu seinen Schülern zählte, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1952744&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=990000" frameborder="no" scrolling="no" width="100%" height="300"></iframe></p>
<h5>Mel Bonis (1858–1937) – Kammermusik mit Flöte</h5>
<p>seit seiner Gründung im Jahre 1795 ist das Pariser Conservatoire de Musique der<br />
Ort, an dem Frankreich seine größten musikalischen Talente ausbildet. so war es<br />
auch in den späten 1870er Jahren, als Ernest Guiraud nicht nur Claude Debussy,<br />
Gabriel Pierné und Vincent d’indy zu seinen Schülern zählte, sondern auch die 1858<br />
in Paris geborene Mélanie Domange.<br />
Die junge Frau entstammte kleinbürgerlichen Kreisen und sollte nach dem Willen<br />
der eltern den Beruf der Näherin ergreifen, doch sie brachte sich das Klavierspielen<br />
selbst bei und wurde bald durch César Franck, den damaligen Direktor des<br />
Conservatoire, in die ehrwürdige institution aufgenommen. ihr Talent ließ die lehrer<br />
aufhorchen und dies nicht nur, weil es sich in einer Frau, also in einem nach<br />
damaligem Weltbild gegenüber dem Manne minderbegabten Wesen, verkörperte,<br />
sondern weil die junge Mélanie – selbst nach dem Maßstab der Auserwählten des<br />
Conservatoire – eine außergewöhnliche Begabung and den Tag legte, die sie zudem<br />
mit einem überdurchschnittlichen Fleiß verband. Als sie sich jedoch 1881 in einen<br />
Mitschüler verliebte, zwangen ihre eltern sie zur Aufgabe des studiums und<br />
drängten sie in eine ehe mit dem industriellen Albert Domange. Mélanie widmete<br />
sich fortan der Familie, die fünf Stiefsöhne und bald auch vier eigene Kinder<br />
umfasste, und wandte sich erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder dem<br />
Komponieren zu.<br />
Unter dem Pseudonym Mel Bonis schuf sie nun zahlreiche kammermusikalische und<br />
konzertante Werke sowie Orchestermusiken, die bei den führenden französischen<br />
Verlagen der Zeit (Leduc, Eschig) erschienen und in den renommierten „Concerts<br />
Collone“ aufgeführt wurden. Zu den Interpreten ihrer annähernd 300 Werke zählten<br />
die noch heute bekannten Musiker Louis Fleury (Flöte) und Gabriel Pierné (Dirigent).<br />
Mit Ausbruch des ersten Weltkrieges verstummte die Komponistin Mel Bonis, derweil<br />
Madame Domange sich mit voller Kraft bei der Betreuung von Kriegsgefangenen<br />
und Waisenkindern engagierte.<br />
Ab 1922 schuf Mel Bonis ihr heute kaum bekanntes Spätwerk, dessen Verbreitung<br />
sie wegen ihrer schlechten Gesundheit nicht mehr selbst voranbringen konnte und<br />
dessen postromantische Ästhetik nur noch wenig mit jener der nachfolgenden<br />
Komponistengeneration eines Igor Strawinsky oder gar Edgard Varèse gemein<br />
hatte. im Jahr 1937 starb Mélanie Domange alias Mel Bonis im Kreise ihrer Familie<br />
in Sarcelles bei Paris.</p>
<h5><a title="Tatjana Ruhland, Flöte" href="http://newears.de/home/kuenstler/tatjana-ruhland-floete/">Tatjana Ruhland, Flöte</a><br />
Florian Wiek, Klavier</h5>
<p>Christina Singer, Flöte<br />
Wolfgang Wipfler, Horn<br />
Lukas Friederich, Violine<br />
Gesa Jenne, Violine<br />
Ingrid Philippi, Viola<br />
Ansgar Schneider, Violoncello</p>
<p><a title="Mel Bonis CD weitere Informationen" href="http://swrmusic.de/pages/t4_IntR_22820.html" target="_blank">SWR music Produktion</a></p>
<h2>Booklet</h2>
<p><a title="Booklet Mel Bonis CD" href="http://newears.de/wp-content/uploads/2012/05/Booklet-Mel-Bonis-CD.pdf">CD Beiheft als PDF</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://newears.de/media/mel-bonis-la-jourese-de-flute-782/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Paul Hindemith Kompositionen für Klarinette, Kontrabass und Klavier</title>
		<link>http://newears.de/media/paul-hindemith-kompositionen-fur-klarinette-kontrabass-und-klavier-639/</link>
		<comments>http://newears.de/media/paul-hindemith-kompositionen-fur-klarinette-kontrabass-und-klavier-639/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 14:49:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://newears.de/?p=639</guid>
		<description><![CDATA[Das ist eine in jeder Hinsicht erfreuliche, rundum gelungene Produktion: Es werden selten eingespielte Werke bedacht &#8211; beim &#8220;Musikalischen Blumengärtlein&#8221; handelt es sich sogar um eine Ersteinspielung -, die außerordentlich sorgfältig interpretiert werden und alle Musiker als Meister ihres Instruments ausweisen; die Aufnahmetechnik kann in ihrer Prägnanz und Klangtreue als ideal gelten; die phantasievolle graphische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1636169&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=990000" frameborder="no" scrolling="no" width="100%" height="350"></iframe></p>
<p>Das ist eine in jeder Hinsicht erfreuliche, rundum gelungene Produktion: Es werden selten eingespielte Werke bedacht &#8211; beim &#8220;Musikalischen Blumengärtlein&#8221; handelt es sich sogar um eine Ersteinspielung -, die außerordentlich sorgfältig interpretiert werden und alle Musiker als Meister ihres Instruments ausweisen; die Aufnahmetechnik kann in ihrer Prägnanz und Klangtreue als ideal gelten; die phantasievolle graphische Gestaltung des Booklets paraphrasiert auf ihre Art die Hindemithschen Werktitel, und der ungenannte Verfasser des Booklet-Textes (Christoph Ullrich, Anm. d. Herausgebers) steuert einen ebenso kenntnisreichen wie engagierten und originellen Beitrag bei. Man merkt sogleich, mit wieviel Begeisterung alle an dieser Produktion Beteiligten bei der Sache waren!&#8230;&#8221;</p>
<p><a title="Dirk Altmann, Klarinette" href="http://newears.de/home/kuenstler/dirk-altmann-klarinette/">Dirk Altmann, Klarinette</a><br />
Martin Dobner, Kontrabass<br />
Jutta Ernst, Klavier</p>

<a href='http://newears.de/media/paul-hindemith-kompositionen-fur-klarinette-kontrabass-und-klavier-639/attachment/hindemith_cd_tacet/' title='hindemith_cd_tacet'><img width="90" height="90" src="http://newears.de/wp-content/uploads/2012/02/hindemith_cd_tacet-90x90.jpg" class="attachment-galery" alt="hindemith_cd_tacet" title="hindemith_cd_tacet" /></a>
<a href='http://newears.de/media/paul-hindemith-kompositionen-fur-klarinette-kontrabass-und-klavier-639/attachment/hindemith-cd-back/' title='Hindemith CD back'><img width="90" height="90" src="http://newears.de/wp-content/uploads/2012/02/Hindemith-CD-back-90x90.jpg" class="attachment-galery" alt="Hindemith CD back" title="Hindemith CD back" /></a>

<p>Tacet Produktion 1997</p>
<h2>Booklet</h2>
<p><a href="http://newears.de/wp-content/uploads/2012/02/Hindemith-CD-tacet-Booklet.pdf">Hindemith CD tacet Booklet als PDF</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://newears.de/media/paul-hindemith-kompositionen-fur-klarinette-kontrabass-und-klavier-639/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Charles Koechlin Music for clarinet CD bei Hänssler Classic</title>
		<link>http://newears.de/media/charles-koechlin-music-for-clarinet-cd-627/</link>
		<comments>http://newears.de/media/charles-koechlin-music-for-clarinet-cd-627/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 16:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daltmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://newears.de/?p=627</guid>
		<description><![CDATA[Auf dem Grab Koechlins, das sich unter alten Bäumen im Garten seines Hauses in Canadel befindet, steht geschrieben: “Der Geist meiner Werke wie auch mein ganzes Leben ist der Geist der Freiheit.” Ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod geht die Wiederentdeckung des großen französischen Musikers weiter. Nach den Veröffentlichungen seiner Orchesterwerke bei hänssler CLASSIC – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1632168&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=990000" frameborder="no" scrolling="no" width="100%" height="350"></iframe></p>
<p>Auf dem Grab Koechlins, das sich unter alten Bäumen im Garten seines Hauses in Canadel befindet, steht geschrieben: “Der Geist meiner Werke wie auch mein ganzes Leben ist der Geist der Freiheit.” Ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod geht die Wiederentdeckung des großen französischen Musikers weiter. Nach den Veröffentlichungen seiner Orchesterwerke bei hänssler CLASSIC – teilweise Welturaufführungen, die für Aufsehen gesorgt haben -, hier nun eine Kammermusikaufnahme, deren Protagonist die Klarinette ist. Sie werden Koechlins eigenwillige Klanglichkeit hier wieder finden, aber auch die Klarheit seiner Vorbilder Bach, Chopin oder Chabrier hören.<br />
“Die Musik von Charles Koechlin begleitet mich schon über eine lange Zeit. Kaum ein Kammermusikprogramm, bei dem mir eines seiner Werke nicht passend erscheint. Die Monodien op. 216 von 1948 sind für mich, was die Partiten von Bach für einen Geiger bedeuten. Nur wenige Komponisten stellen einem Instrumentalisten derart existentielle Aufgaben hinsichtlich Atemtechnik, innerer Spannung und Klangsinn, verlangen so nach absoluter Konzentration auf das Wesentliche. Komponiert unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs, durch dessen Ausbruch Koechlin als bekennender Pazifist in eine Agonie des Komponierens verfiel, macht sein geradezu fassungsloses Ringen nach Ausdruck die Interpretation dieser Solostücke zu einer großen Herausforderung. (…)<br />
Ich bin dankbar für viele Stunden, die ich mit der Musik von Charles Koechlin verbracht habe und wünsche mir, dass auch Sie als Hörer dem Zauber des Klangalchemisten verfallen werden”</p>
<p>Dirk Altmann, Klarinette<br />
Florian Henschel, Klavier<br />
Sibylle Mahni, Horn<br />
Rudolf König, Klarinette<br />
Gunter Teuffel, Viola<br />
Johanna Busch, Violoncello</p>
<p>Weitere Informationen und Hörbeispiele gibt es bei <a title="Charles Koechlin music for clarinet " href="http://www.scm-haenssler.de/produkt/ansicht/works-for-clarinet.html">SCM Hänssler</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://newears.de/media/charles-koechlin-music-for-clarinet-cd-627/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Märchenerzählungen CD bei Hänssler Classic</title>
		<link>http://newears.de/media/maerchenerzahlungen-cd-578/</link>
		<comments>http://newears.de/media/maerchenerzahlungen-cd-578/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 12:12:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daltmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://newears.de/?p=578</guid>
		<description><![CDATA[<p>Diese CD bietet Romantik pur! Das romantischste Instrument - die Klarinette - spielt hier die Hauptrolle in Werken des Romantikers par excellence: Robert Schumann. Und der Titel "Märchenerzählungen" fasst die sehnsuchtsvolle Stimmung der Kompositionen treffend zusammen.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1411648&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=990000" frameborder="no" scrolling="no" width="100%" height="350"></iframe></p>
<h5>Werke auf der CD</h5>
<p>Schumann: Märchenerzählungen &#8211; Fünf kanonische Studien aus op. 56,<br />
Fantasiestücke op. 73, Fünf Stücke im Volkston op. 102, Romanzen op. 94,<br />
Adagio und Allegro op. 70, Märchenerzählungen op. 132, Abendlied op. 85,12.</p>
<p><a title="Florian Henschel, Klavier" href="http://newears.de/home/kuenstler/florian-henschel-klavier/">Florian Henschel (Klavier)</a>,<a title="Dirk Altmann, Klarinette" href="http://newears.de/home/kuenstler/dirk-altmann-klarinette/"> Dirk Altmann (Klarinette, Bassetthorn)</a>, Gunter Teuffel (Viola), Rudolf König (Bassetthorn).</p>
<p>Diese CD bietet Romantik pur! Das romantischste Instrument &#8211; die Klarinette &#8211; spielt hier die Hauptrolle in Werken des Romantikers par excellence: Robert Schumann. Und der Titel &#8220;Märchenerzählungen&#8221; fasst die sehnsuchtsvolle Stimmung der Kompositionen treffend zusammen. Dabei sind von den hier versammelten Stücken nur zwei original für Klarinette gesetzt, nämlich die &#8220;Fantasiestücke&#8221; op. 73 und die &#8220;Märchenerzählungen&#8221; op. 132. Sie verraten, was für Schumann die Klarinette bedeutete: Ihr melancholischer Klang beschwört das Reich der Träume. Der „Anwalt“ Schumanns in Sachen Klarinette, Dirk Altmann, lässt es aber keineswegs bei diesen &#8220;fantastischen&#8221; Werken bewenden, sondern bindet in seine Reise durch romantische Gefilde noch weitere Werke ein, bei denen die Klarinette als Instrument in Frage kommt, wenn auch nicht ausdrücklich vorgesehen war. Herausgekommen ist ein wunderschön musiziertes Programm, dem man anmerkt, dass es eine Herzensangelegenheit nicht nur des Komponisten, sondern auch seiner heutigen Interpreten ist.</p>
<p>Zu bestellen und für weitere Informationen mit Hörproben bei <a href="http://www.scm-haenssler.de/produkt/ansicht/maerchenerzaehlungen.html#tracks" target="_blank">SCM Hänssler</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://newears.de/media/maerchenerzahlungen-cd-578/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Prag 1939</title>
		<link>http://newears.de/startseite/prag-1939-40/</link>
		<comments>http://newears.de/startseite/prag-1939-40/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 14:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>daltmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kontext]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://newears.de/?p=40</guid>
		<description><![CDATA[<p>Im März 1939 zeigt der Nationalsozialismus endgültig seine imperialistische Fratze. Generaloberst H. Göring droht dem tschechoslowakischen Staatspräsidenten Dr. Hacha mit der Zerbombung Prags durch die deutsche Luftwaffe. Daraufhin willigt dieser einer Besetzung der Gebiete Böhmen und Mähren durch die deutsche Wehrmacht ein. Gideon Klein (geboren am 6. Dezember 1919 in Prerau, Tschechoslowakei) steht am Beginn einer <a title="Prag 1939" href="http://newears.de/startseite/prag-1939-40/">[...]</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="gehe zu Flickr von Alice Duboit" href="http://www.flickr.com/photos/artistalice/2417404248/" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-77 alignleft" title="Gideon Klein by Alice Dubois, New York" src="http://newears.de/wp-content/uploads/2012/01/2417404248_ae36d1cd1c-275x300.jpg" alt="" width="275" height="300" /></a>Im März 1939 zeigt der Nationalsozialismus endgültig seine imperialistische Fratze. Generaloberst H. Göring droht dem tschechoslowakischen Staatspräsidenten Dr. Hacha mit der Zerbombung Prags durch die deutsche Luftwaffe. Daraufhin willigt dieser einer Besetzung der Gebiete Böhmen und Mähren durch die deutsche Wehrmacht ein. Gideon Klein (geboren am 6. Dezember 1919 in Prerau, Tschechoslowakei) steht am Beginn einer außergewöhnlichen Musikerkarriere. Ein umschwärmter Jüngling: Gut aussehend, charmant und hochbegabt (absolutes Gehör, fotografisches Gedächtnis, ungewöhnliche manuelle Fingerfertigkeit).<br />
Als Elfjähriger besuchte er parallel zum Gymnasium &#8211; als außerordentlicher Student &#8211; das Konservatorium in Prag. Als das Pendeln zwischen seiner mährischen Heimatstadt und Prag nicht mehr möglich war, zog der Musik- und Kulturbesessene Klein zu seiner Schwester nach Prag. Schon kurz nach dem Abitur 1938 wurde er als einer der begabtesten nationalen Pianisten seiner Zeit wahrgenommen. Als Komponist waren es hauptsächlich autodidaktische Studien die er seit 1929 verfasste.<br />
Dass Gideon Klein die unterschiedlichen Einflüsse einer pulsierenden Großstadt wie Prag aufnehmen und verarbeiten kann, belegen die Kompositionen ab 1939. Obwohl ihm eine fundierte kompositorische Ausbildung fehlt, besucht er die eher philosophische und sich u.a. mit akustischen Phänomenen (Vierteltonklängen) befassende berühmte Meisterklasse von Alois Hába. Darüber hinaus nimmt er an der Prager Karls-Universität das Musikwissenschaftsstudium auf. Während dieser Zeit entsteht auch das Divertimento für Bläser. Mit diesem bis dato umfangreichsten Werk, ist Klein auch als Komponist auf der Höhe seiner Zeit angekommen. Neben Einflüssen des, von ihm hoch verehrten, mährischen Komponisten Leoš Janáček (1854 &#8211; 1928), sind es auch das von Arnold Schönberg (1874 &#8211; 1851)  und seinem Kreis propagierte Komponieren mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen, das ihn fasziniert. Die Art und Weise der Umsetzung dieser unterschiedlichsten Strömungen, im Divertimento auch Elemente des Jazz, verweisen aber sehr stark auf Alban Berg, der seit der Uraufführung seiner Oper Wozzek (1925 in Berlin und  ab 1926 in Prag) gerade bei den in Prag lebenden Komponisten großen Eindruck hinterließ.<br />
Mit Zunahme der Repressalien durch die deutsche Protektoratsregierung werden im November 1939 die tschechischen Hochschulen geschlossen. Ab Frühjahr 1940 sind durch die Anwendung der &#8220;Rassengesetzte&#8221; für Klein weder öffentliche Auftritte, noch eine Weiterführung seines Studiums am Konservatorium möglich. Am 4. Dezember 1941 wird Gideon Klein in das Konzentrationslager Theresienstadt interniert. Begünstigt durch die Propagandamaschinerie der Deutschen, ist es ihm und zahlreichen anderen Künstlern noch wenige Jahre vergönnt, unter widrigsten Umständen ihre musikalischen Aktivitäten fortzuführen.<br />
Am 16. Oktober 1944 wird er zusammen mit vielen Künstlerkollegen nach Auschwitz gebracht. Am 27. Januar 1945 wenige Woche vor der Befreiung durch die Alliierten, kurz nach seinem 25. Geburtstag, wird Gideon Klein auf einem der der sog. Todesmärsche durch ein SS-Kommando erschossen.</p>
<p>Quellen: <em><br />
Gideon Klein Materialien-Verdrängte Musik 6 </em>von Bockel Verlag<br />
<em><a href="http://holocaustmusic.ort.org/places/theresienstadt/klein-gideon/" target="_blank">holocaustmusic</a> </em>in English<br />
Aufführungsmaterial <em>Divertimento für 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte und 2 Hörner</em> Bote &amp; Bock Berlin</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://newears.de/startseite/prag-1939-40/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vollendet:Unvollendet</title>
		<link>http://newears.de/allgemein/vollendet-unvollendet-400/</link>
		<comments>http://newears.de/allgemein/vollendet-unvollendet-400/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 14:43:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ne.redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://newears.de/?p=400</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: left;">Das Unvollendete hat in der Kunst einen hohen Stellenwert erreicht. Noch heute ist nicht eindeutig geklärt, warum Franz Schubert<a title="Vollendet:Unvollendet" href="http://newears.de/allgemein/vollendet-unvollendet-400/">...</a><br />
Wir hegen die Hoffnung, dass auch diese "unvollendete Version" unseres Forums ihr Interesse wecken könnte. In der aktuellen Startphase<a title="Vollendet:Unvollendet" href="http://newears.de/allgemein/vollendet-unvollendet-400/"> [...]</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_401" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://newears.de/wp-content/uploads/2012/01/n_de_stael_le_grand_concert.jpg" class="xf-fancybox"><img class="size-medium wp-image-401 " title="n_de_stael_le_grand_concert" src="http://newears.de/wp-content/uploads/2012/01/n_de_stael_le_grand_concert-300x173.jpg" alt="" width="300" height="173" /></a><p class="wp-caption-text">Le Grand Concert by Nicolas de Stael</p></div>
<p>Das Unvollendete hat in der Kunst einen hohen Stellenwert erreicht. Noch heute ist nicht eindeutig geklärt, warum Franz Schubert seine berühmte &#8220;Unvollendete&#8221; nicht vollendet hat. Sah er sie als vollendet an? In der bildenden Kunst wurde das Unvollendete spätestens seit Paul Cézanne zum Stilmittel. Wir hegen die Hoffnung, dass auch diese &#8220;unvollendete Version&#8221; unseres Forums ihr Interesse wecken könnte. In der aktuellen Startphase möchten wir sie in erster Linie über unsere Angebote informieren. Wir versuchen, ihnen alle Informationen, die sie für einen gelungenen Konzertabend in voraus benötigen, über unsere Webpräsenz zur Verfügung zu stellen. Im Laufe der Zeit werden wir weitere Features und Inhalte rund um unsere Aktivitäten hinzufügen.</p>
<p>Wir wünschen uns, dass sich unsere Begeisterung für Musik und weitere künstlerische Ausdrucksformen auch über das Netz überträgt. Noch mehr würden wir uns aber nach wie vor über eine nicht virtuelle Begegnung mit ihnen bei einer unserer Veranstaltungen freuen.</p>
<p>Herzlichst<br />
newears</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://newears.de/allgemein/vollendet-unvollendet-400/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

